„farblinie“, 2001/2002 ....fluoreszierende acrylglasplatten, bewegliches schwarzlicht.... insges. 24m x 0,70m..

 

galerie hoffmann
görbelheimer mühle
24.8. bis 24.11.2002

geöffnet mo von 11 bis 15 uhr
di, mi, do & so von 11 bis 20 uhr
wir bitten um telefonische vereinbarung


„cardo“, 2001
fluoreszierende acrylglasplatten, schwarzlicht
1,60m x 2,36m

 

hoffmann
nr. 3/2002
edition & galerie hoffmann
dokumentation konstruktiver kunst
görbelheimer mühle
d-61169 friedberg (s-bahn 6)
telefon +49 (0) 60 31 - 24 43
mobil +49 (0) 172 - 6 60 26 11
telefax +49 (0) 60 31 - 6 29 65
edition-hoffmann@t-online.de

 

regine schumann: O!fluoreszierende arbeiten in der galerie hoffmann

 

 

regine schumann: O!fluorescent works at hoffmann gallery

„ihre arbeiten gewinnen ihre hauptinspiration aus dem medium, in dem sie arbeiten. das aufregende ihrer kunst scheint in erster linie in der reinen konzentration auf die erfindung und anordnung von räumen, oberflächen, formen, farben usw. zu liegen, unter ausschluss all dessen, was nicht notwendigerweise mit diesen faktoren zusammenhängt“. diese Äußerung, die clement greenberg einmal sinngemäß über die klassischen avantgardekünstler der frühen moderne formulierte, trifft ebenso genau die arbeit schumanns. im zentrum ihrer arbeit stehen die wechselwirkungen zwischen farbe, licht und material. seit beginn der 90er jahre arbeitet die malerin primär mit fluoreszierenden materialien wie acrylglasplatten, synthetischen plastilightschnüren, fluoreszierenden pigmenten und papieren. ihre werke sind in vielschichtiger weise „reaktiv“. ihr gehalt changiert nicht nur mit den implikationen eines künstlerischen produktionsprozesses oder den wahrnehmungsprozessen der betrachter, sie bedingen sich auch durch äußere komponenten, dem unterschiedlichen einfluss von tageslicht und dem künstlichen schwarzlicht, das die „nachtseite“ der werke zum vorschein bringt. die hohe leuchtkraft ihrer bilder erfordert neue termini und ein nachsinnen über eine neue definition von farbe. ganze räume werden in neu empfundenes und zugleich vergängliches licht getaucht. fluoreszierende farben, gleißende bildflächen und -räume, kalte und sphärische stimmungen treten auf, die sich kaum mehr mit vergangenen und bekannten erscheinungen in der gattung vergleichen lassen. bewusst nimmt die künstlerin mit der entscheidung für industriell vorgefertigte produkte ein begrenztes farbspektrum in kauf, das sie in zahlreichen kombinationen und variationen zu differenzieren weiß. markant nutzt sie die signalhaftigkeit der farben, die oft durch den alltagsgebrauch inhaltlich und assoziativ ganz anders belegt sind und nun in einen diffizilen, gestalterischen prozess überführt werden. anlässlich der gleichnamigen ausstellung in der kunsthalle nürnberg 1999 wurde der begriff „chroma“ für die beschreibung der neuen farbigkeit innerhalb der malerei und skulptur vorgeschlagen, um die von jungen künstlern eingesetzten synthetischen stoffe und farbphänomene zu beschreiben, die sich mit herkömmlicher terminologie nur schwer fassen lassen. „chroma“ bezeichnete im griechischen zunächst „haut“ und „hautfarbe“, dann im erweiterten sinne auch „farbe“. schließlich umfasste der begriff auch das auratische phänomen „farbe“, das das leuchten, strahlen und schillern mit einschließt. zwar kannten die griechen noch keine leuchtstarken farben (sie sind erfindungen des 19. und 20. j ahrhunderts), doch scheint es, als ziele der begriff eben gerade auf jene synthetisch strahlende, oft künstlich wirkende farbigkeit, für die die begriffe des „couleur“ oder des „farbtones“ heute nicht mehr ausreichend scheinen. der begriff scheint auch unter dem aspekt erweiternd, als er das bedingte verhaftetsein materieller oberflächen (haut) mit ihrer farbwirkung berücksichtigt, ein aspekt, der bei den arbeiten schumanns herauszuheben ist. ihre werke bewegen sich zwischen abstraktionen, konkreten dingen und sphärischen erscheinungen einer immateriellen, zugleich ungemein, oft auch unbequem sinnlichen qualität. sie existieren als schichtungen glatter flächen, bisweilen mit folienhafter transparenz, als gitterstrukturen chaotisch anmutender häufungen, poetischer assemblagen und streng formierter farbfeldreihen. es entstehen farbflächen, die aus den oft genau vorkalkulierten bildformaten ausbrechen und in den umraum hinüberstrahlen und aus ihrem körperhaften dasein sich in eine immaterielle welt verselbstständigen.exemplarisch: die acrylglasarbeiten, die lumiluxpigmentmalerei, die häkelarbeiten, fluoreszierende teppicharbeiten, raumgreifende installationen undarchitekturbezogene auftragsarbeiten… auszug aus: „auf der suche nach einer neudefinition von farbe“ von sabine maria schmidt, 2001

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.„schwerelos“, 2002
...detailaufnahmen...
lumiluxpigment auf transparentpapier,schwarzlicht
1,50mx 2m

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